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Rehe statt Reiher - Early Bird 2018

Das Early Bird Turnier findet ja immer rund um den längsten Tag des Jahres statt. Nicht immer fällt der auf einen Mittwoch und in diesem Jahr war es eben der 20 Juni. Aber die paar Minuten der Tageslänge machen es ja nun auch nicht.
Das Early Bird Turnier hat ja viele Facetten. Da ist zum einen die Startzeit um sechs Uhr. Das darf man Außenstehenden ja schon gar nicht erzählen, wenn man nicht einen Vogel gezeigt bekommen möchte. „Ihr seid ja bescheuert“, war noch der netteste Kommentar.

Apropos Vogel: 2017 brachte sich ja der Graureiher in Positur. In diesem Jahr wurde er nicht gesichtet, hatte sich aber einer Ersatzmannschaft versichert. Stattdessen hatten die Rehe, Kitze und Jungböcke den Platz für sich erobert. Und die hatten um Viertel vor Sechs so richtig Spaß. Der Anblick wilder Hetzjagden über das Fairway der Zwei und Sieben waren allein schon das frühe Aufstehen wert.

Und die Tiere wissen mittlerweile wohl ziemlich genau, dass die Golfer ihnen nicht gefährlich werden. Denn auch im Turnierverlauf ließen sich die an sich doch scheuen Tiere beim Äsen nicht stören. Es erinnert etwas an den Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“: Größtenteils harmlos urteilen dort Außerirdische über die Bewohner der Erde. Das kommt hin, also, soweit es den Golfplatz betrifft.

Early Bird 2018 Terrasse

Das Wetter spielte ebenfalls mit. Bedeckt, aber trocken und mit angenehmen Temperaturen konnte ab 6:00 Uhr der größte Teil der Runde absolviert werden. Das kam sicher auch den Spielzeiten zugute, die von viereinhalb bis gut fünf Stunden reichten. Immer wieder erstaunlich, wie sich das Feld bei Kanonenstart auseinander ziehen kann.

Kurzfristig war das Spielformat geändert worden. Warum auch immer, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden mit der Mitteilung überrascht, dass ein 2er Scramble angesagt war. Aber damit nicht genug: Alle Herren hatten von Blau abzuschlagen. Umgewöhnen mussten sich die Herren deshalb aber nicht. Der Längenvorteil beim Abschlag von Blau betrug (und beträgt eigentlich immer) so in etwa zwei Meter, mal einsfünzig, mal drei. Damit ist jedenfalls gewährleistet, dass es keinen Wettbewerbsvorteil gibt.

Early Bird 2018 Bruttosieg

Zum Glück steht bei den Early Bird Turnieren das Gewinnen aber sowieso nicht im Vordergrund, es war also mehr oder minder egal, was man wo spielte. Der Spaß und das Naturerlebnis auf unserem Platz steht hier immer im Vordergrund.

Early Bird 2018 Brutto2

Aber natürlich gab es Sieger und Platzierte. Die Bruttowertung konnten Petra Kotthaus und Hans Hoppe für sich entscheiden. Im Stechen setzten sie sich mit 35 Bruttopunkten gegen Marion und Wolf-Dietrich Chmieleck durch.

Early Bird 2018 Netto 1

Annette Christopeit und Gerd Döring holten mit starken 53 Nettopunkten die Nettowertung, die in einer einzigen Klasse ausgespielt wurde. Bei 28 Paarungen und 2er Scramble eine gute Entscheidung.

Early Bird 2018 Netto 2 Schmallenbach

Zwei Gäste, Joost und Johan Schmallenbach, konnten sich den zweiten Rang vor Engelbert Ihrler und Dr. Matthias Köppel sichern, die im Stechen mit 52 Punkten das Nachsehen hatten. Vierte wurden Bärbel Gromatzki und Peter Heckmann mit 50 Punkten. Und auch hier entschied das Stechen, Inge und Wilfried Krunke konnten ebenfalls 50 Punkte vorweisen.

Early Bird 2018 Netto 3

Early Bird 2018 Netto 4

Early Bird 2018 Netto 5

Das Early Bird Turnier war wieder einmal ein besonderes Erlebnis. Um diese „unchristliche“ Startzeit entfaltet der Golfplatz ein Flair, das sich durch die Ruhe und natürlich die Fauna auf dem Platz in besonderem Maße entfaltet. Da gerät man nicht nur verbal ins Schwärmen.

Und natürlich ist auch ein wenig Wehmut dabei, wenn man zwischendurch daran denkt, dass das Jahr nach dem längsten Tag, und damit auch die Saison, langsam, aber sicher, wieder dem Ende entgegen geht.

Dr. Michael Küpper

© Dr. Michael Küpper/Bochumer GC. Verwendung Bild und Text nur mit ausdrücklicher Genehmigung.

 

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